Freitag 28. April 2017

6. April 2013

Einsätze

Rasen nur noch mit Rollstuhl?

Am 16. 6. um ca. 02:50 Uhr in der Früh geriet ein auf der Hirschstettner Strasse Richtung Osten fahrender PKW mit hoher Geschwindigkeit von der Strasse ab. Er fuhr ca. 50 Meter auf dem Grünstreifen und stieß in weiterer Folge frontal gegen den Betonpfeiler eines großen Verkehrsschildes.

Der Beifahrer konnte noch vor der Ankunft der Feuerwehr von den Kollegen der Polizei befreit und erstversorgt werden.

Der im Bereich der Beine eingeklemmte Lenker wurde mit hydraulischen Rettungsgeräten aus seiner Zwangslage befreit und an den Rettungsdienst übergeben.

Schließlich wurde das Wrack gesichert abgestellt, der Fahrradweg wurde mit Bindemittel gereinigt. Die Einsatzkräfte berichteten später, dass der Anblick des Wracks auf die vorbeifahrenden Autofahrer eine wesentlich bessere Wirkung hatte als ein Verkehrszeichen mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung. Die Idee, auf jeder unfallträchtigen Stelle ein demoliertes Auto stehen zu lassen, musste trotzdem wieder verworfen werden ...

Die Deformation dieses massiven Betonsockels lässt eine hohe Aufprallgeschwindigkeit erahnen.

Die Uhrzeit und das Lebensalter der Fahrzeuginsassen ist leider sehr typisch für derartige Hochgeschwindigkeitsunfälle im Stadtgebiet. Die erste Einschätzung der Rettungssanitäter war dahin gehend, dass der Fahrzeuglenker in Zukunft unter Umständen nur noch mit dem Rollstuhl rasen wird. Das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet, dem Mann geht es wieder gut. Lesen Sie zu diesem Thema auch den Beitrag über jugendliche Raser.
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