Freitag 23. Juni 2017

6. April 2013

Einsätze

Unerwünschte Müllverbrennung!

Bei der Abfallbehandlungsanlage Rinterzelt befindet sich ein Müllbunker mit einer Grundfläche von 27x100 Meter. Der Müll wird im Normalbetrieb von außen mit Müllfahrzeugen über 20 Tore in den Müllbunker eingebracht, anschließend mit einem Radlader auf ein Förderband aufgebracht und zur Nachbehandlung in die Sortierhalle transportiert. Aus unbekannter Ursache war ein Teil des Mülls im Bunker am 9. 7. 2003 gegen 17:30 Uhr in Brand geraten. Beim Eintreffen der Löschkräfte drang bereits starker Rauch aus dem Bunker, bis auf ein Tor waren alle Einfahrten verschlossen. Von der Betriebsfeuerwehr wurde bereits mit zwei C-Rohren die über den Toren befindliche Dachkonstruktion der Sortierhalle gekühlt. Außerdem wurde der Müllbunker von der Sortierhalle aus mit einem vorhandenen ferngesteuerten Löschmonitor gekühlt. Die im Müllbunker installierte Sprühflutanlage war durch die Brandeinwirkung defekt und wurd von der Betriebsfeuerwehr händisch in Betrieb genommen. Im Zuge der Erkundung wurde festgestellt, das von der Sortierhalle aus gesehen bereits Flammen aus der Brandwand schlugen und somit die Brandabschnittsbildung nicht mehr gewährleistet war. Aus diesem Grund wurde unverzüglich "Alarmstufe 2" ausgelöst.

Von der Löschbereitschaft "Floridsdorf" wurde die Außenseite der Dachkonstruktion mit sechs zusätzlichen C-Rohren gekühlt und auf der Innenseite der Sortierhalle die bereits beschädigte Brandwand mit einem weiteren Rohr gesichert. Nach dem Öffnen eines weiteren Einfahrtstores mittels Handkurbel wurde der Brand von der Außenseite mit den Großtanklöschfahrzeugen "Floridsdorf", "Favoriten" und "Hernals" mit jeweils einem mobilen Schaumwerfer bekämpft und schließlich gelöscht. Die Löschwasserversorgung wurde mit fünf Zubringleitungen sichergestellt.

Die Löschbereitschaft "Donaustadt" nahm an der Südseite des Rinterzeltes Aufstellung und sicherte die Brandwand und die Dachkonstruktion aus Holz, welche sich über der brandbeständigen Decke des Müllbunkers befindet. Dazu wurden zwei B-Leitungen mit Verteilerstück in das Gebäudeinnere gelegt.

In der Halle wurden unter Atemschutz drei Rohre und der fernsteuerbare Wasserwerfer in Betrieb genommen. In weiterer Folge wurden zwei tragbare Wasserwerfer von den Großtanklöschfahrzeugen zum Einsatz gebracht.

Durch diese Maßnahmen konnte ein Flammendurchtritt aus dem Müllbunker und ein Übergreifen des Brandes wirkungsvoll verhindert werden.

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