Mittwoch 18. Oktober 2017

6. April 2013

Einsätze

Menschenrettung bei Brand!

Aus bisher unbekannter Ursache war es in der linken Hälfte eines Doppelhauses zu einem Brand gekommen.

Innerhalb des Objektes und im Garten war viel Gerümpel gelagert, welches einerseits zu einer erheblichen Brandlast führte und andererseits den Zutritt zum Objekt massiv erschwerte. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Erdgeschoss und das Dachgeschoss links in Vollbrand und der Brand drohte auf die rechte Haushälfte überzugreifen. Laut Auskunft von anwesenden Nachbarn sollten sich noch zwei Personen – der Besitzer und dessen Ehefrau - im Objekt befinden.

Es wurde daraufhin unverzüglich eine Menschenrettung durchgeführt, gleichzeitig wurden zwei Rohre vorgenommen. Der Besitzer der linken Haushälfte wurde unverletzt im Bereich des rückwärtigen Gartens angetroffen, seine Frau wurde aus dem Brandobjekt gerettet und mit Verbrennungen unbestimmten Grades an den Rettungsdienst übergeben. Die anfängliche Vermutung einer dritten im Objekt befindlichen Person bestätigte sich nicht.

In weiterer Folge wurde ein drittes Rohr an der Rückseite des Objektes vorgenommen und eine Zubringleitung zu den Löschfahrzeugen hergestellt.

Wegen der zu geringen Leistung des unmittelbar beim Objekt befindlichen Hydranten wurde die Wasserversorgung durch ein Nachalarmiertes Großtanklöschfahrzeug bewerkstelligt.

Da anfänglich trotz der drei eingesetzten Rohre die Intensität des Brandes nicht zu brechen war, wurden durch zwei nachalarmierten Gruppen Zubringleitungen von weiter entfernten Hydranten hergestellt und anschließend ein weiteres Rohr sowie der Wasserwerfer eines Universallöschfahrzeuges vorgenommen.

Da die Leistung sämtlicher Hydranten den enormen Löschwasserbedarf nicht decken konnte wurde zusätzlich ein zweites nachalarmiertes Großtanklöschfahrzeug in die Löschwasserversorgung eingebunden. Sämtliche Rohre wurden unter Verwendung von Atemschutz vorgenommen. Der Brand konnte schließlich im umfassenden Angriff mit vier Rohren und einem Wasserwerfer unter Kontrolle gebracht und in weiterer Folge gelöscht werden. Zum Ablöschen der immer wieder aufflammenden Dachschalung musste das Dach großflächig mit Motortrennsägen und Kettensägen geöffnet werden.

Für die Ablöse der völlig durchnässten Gruppen, die den Ersteinsatz durchgeführt hatten, mussten insgesamt drei Löschgruppen nachgefordert werden.

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