Freitag 28. April 2017

6. April 2013

Einsätze

Die Whisky-Schlange

Am 15. 12. 2003 wurde die Feuerwehr gegen 22:00 Uhr in eine Wohnung im zweiten Wiener Gemeindebezirk gerufen. Dort hatte sich zum Entsetzen der Bewohner eine ca. 25 cm lange Schlange hinter dem Kühlschrank versteckt. Die Schlange wurde geborgen und vom Experten der Sektion Terraristik/Aquaristik als ungiftige Königsnatter identifiziert. Man sollte derartige Tätigkeiten aber unbedingt den Fachleuten überlassen, denn wenn bei so einer Schlange die Farbmarkierungen nur geringfügig anders angeordnet sind, kann es sich um eine hochgiftige Korallnatter handeln und die sollte man lieber nicht streicheln!

Wenn ich groß bin, werde ich eine Anakonda!

Auch diese Schlange wird von den Mitgliedern der Sektion Terraristik/Aquaristik gefüttert und gepflegt, bis sich der rechtmäßige Besitzer meldet. Wenn die Schlange nach drei Monaten noch immer niemanden abgeht, wird sie an einen geeigneten Halter abgegeben. Es handelt sich bei dieser Schlange übrigens um die selbe Art, die beim „Einsatzauftrag: Fange Schlange!“ geborgen wurde. Für eine Geschlechtsbestimmung ist es bei der aktuellen kleinen Schlange noch zu früh, es wird aber bereits über eine Familienzusammenführung nachgedacht!

Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen

Ein angesehener amerikanischer Schauspier hat einmal erklärt: "Whisky ist das beste Gegenmittel bei Schlangenbissen. Man sollte daher stets eine Flasche Whisky dabei haben. Und eine kleine Schlange." Die beim Einsatz Nr. 30250 gefangene Schlange würde sich nach Meinung des Verfassers für diesen Zweck bestens eignen!
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