Freitag 23. Juni 2017

6. April 2013

Einsätze

Sturm über Wien!

Sturm ist ein wohlschmeckendes Getränk aus vergorenem Traubensaft, als heftige Luftbewegung ist er bei Feuerwehrmännern weniger beliebt. In der Nacht vom 12. auf 13. 8. 2004 sorgten Windgeschwindigkeiten von bis zu 103 km/h für viel Arbeit.

Anlehnungsbedürftiger Baum

Die Wurzeln sorgen für eine neue Gestaltung des Gehsteiges

Umgestürzte Bäume, lose Äste, weggeflogene Dachziegel, umgefallene Motorräder und Verkehrszeichen beschäftigten die Wiener Feuerwehr intensiv. Innerhalb weniger Stunden mussten über hundert derartige Einsätze erledigt werden. Da kurzzeitige Auslösen von „Erhöhter Einsatzbereitschaft“ war trotzdem erst am frühen Vormittag am Freitag, den 13. (!) notwendig, da zu diesem Zeitpunkt viele Kräfte bei einer Großübung im Wiener Allgemeinen Krankenhaus gebunden waren. Durch einen umgestürzten Baum war auch die Straßenbahnlinie 60 kurzzeitig blockiert.

Mit den Wiener Linien kann man jederzeit ins Grüne fahren, das ist bekannt. Dass es aber so direkt gehen kann, ist eigentlich weniger wünschenswert!

Freitag mittags waren alle Sturmschäden behoben. Das eingangs erwähnte Getränk birgt jedenfalls auch die Gefahr von heftigen Luftbewegungen, denn schließlich lautet ein altes Sprichwort: „Wer Sturm trinkt, wird Winde ernten“. Oder so ähnlich.
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