Dienstag 26. September 2017

6. April 2013

Einsätze

Sieben Kinder und Hund gerettet

In einer Wohnung der Stiege 11 war am 15. 01. 2005 gegen 21:00 Uhr in einem Jugendzimmer ein Brand ausgebrochen durch den ein Großteil der Wohnung betroffen war. Die Wohnungsinhaberin konnte die Wohnung noch verlassen, gab aber an, dass sich noch die drei Kinder im hinteren Teil der Wohnung befänden.

Mit drei Atemschutztrupps und unter Vornahme zweier Rohre im Innen- und Außerangriff wurde über das Stiegenhaus und über eine Alukombileiter über den Balkon die Wohnung durchsucht und der Brand bekämpft.

Parallel dazu wurden über die Drehleiter „Floridsdorf“ sechs Kinder und fünf Erwachsene aus den darüber liegenden Wohnungen, welche zum Teil bereits erheblich verraucht waren, gerettet.

Eine erwachsene Person mit Kind und Hund wurde nach Anlegen von Fluchfiltermasken von einem weiteren Atemschutztrupp über das Stiegenhaus in Sicherheit gebracht.

Alle geretteten Personen und die Wohnungsinhaberin der Brandwohnung wurden nach Erstversorgung durch den Rettungsdienst zur weiteren Untersuchungen mehrere Spitäler gebracht. Die drei Kinder der Wohnungsinhaberin konnten in der Brandwohnung nicht gefunden werden, gegen Ende des Einsatzes wurden zwei Söhne erreicht, sie waren zum Zeitpunkt des Brandausbruches nicht in der Wohnung und sind wohlbehalten, der dritte Sohn war nicht auffindbar.

Nach der Durchführung von Nachlöscharbeiten wurde das Brandgut im erforderlichen Ausmaß ausgeräumt und vor der Stiege deponiert. Die Wohnung und das Stiegenhaus wurde mittels Hochleistungslüfter belüftet, Stromzufuhr für die Brandwohnung durch Abheben der Sicherungen unterbunden und der Gashahn am Gang geschlossen.

Die übrigen sieben Wohnungen wurden kontrolliert, gelüftet und anschließend mit Ausnahme der Wohnung Nr. 8 an die Bewohner bzw. Verwandte übergeben. Vom Störtrupp der Gaswerke wurde die Gaszufuhr für die gesamte Stiege 11 gesperrt.

Im Kinderzimmer der Wohnung Nr. 4, die unmittelbar über dem Brandraum liegt, waren in den Ecken zur Außenmauer zwei ca. 150 cm lange Risse entstanden. Nach Begutachtung durch den eintreffenden Permanenzingenieur wurde festgestellt, dass der Raum bis auf weiteres gesperrt bleibt. Bei beiden Rissen wurden im Zuge der Nachuntersuchung ja zwei Glasspione gesetzt und diese wurden vom instruierten Wohnungsinhaber bzw. von der Feuerwehr kontrolliert, weitere Maßnahmen werden von Permanenzingenieur über die Baupolizei veranlasst.

Die Wohnungstüre wurde durch Einbau eines FW-EZ sperrbar gerichtet, die Schlüssel wurden nach der Nachuntersuchung an die Sicherheitswache übergeben. Die angebrannten Fassadenteile wurden entfernt und die Fenster des Brandraumes wurden mit Brettern provisorisch verschlossen.

Das Büro für Sofortmaßnahmen wurde zwecks Bereitstellung einer Ersatzwohnung vorinformiert und die Bewohner werden bei Bedarf direkt Kontakt aufnehmen.

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