Donnerstag 27. April 2017

6. April 2013

Einsätze

Zwei Tote und 15 Verletzte nach schwerem Verkehrsunfall!

Im Kreuzungsbereich Ausfahrt Bus-Terminal/Rechte Nordbahngasse – Schlosshofstraße war es am 5. 3. 2005 um ca. 19:00 Uhr zu einer Kollision zwischen einer Straßenbahrgarnitur der Linie 26 und einem Dr.-Richard-Shuttle-Bus gekommen.

Dabei wurde der Bus seitlich in der Mitte gerammt und mehrere Meter mitgeschleift, Sraßenbahn und Bus kamen ineinander verkeilt zum Stillstand. Bei dem Verkehrsunfall wurden 15 Personen zum Teil schwer verletzt, ein Jugendlicher wurde im Bus eingeklemmt und am Kopf tödlich verletzt. Ein etwa vier jähriges Kind wurde durch die Wucht des Aufpralles aus dem Bus geschleudert, unter dem rechten Vorderrad eingeklemmt und ebenfalls getötet.

Ein eingeklemmter Verletzter wurde befreit und an den Rettungsdienst übergeben, die übrigen Verletzten wurden erstversorgt und ebenfalls der Rettung übergeben. Zur Befreiung des Kindes musste der Bus mit Hebekissen angehoben werden, der zweite Tote wurde unter Zuhilfenahme von Hydraulikgeräten geborgen.

Die Verletzten wurden vom eintreffenden Katastrophenzug der Wiener Rettung weiter versorgt, zur psychologischen Betreuung der Verletzten, Passanten und Angehörigen wurde die Akutbetreuung Wien angefordert.

Die Einsatzstelle wurde von der Sicherheitswache abgeschrankt und die Schlosshoferstraße für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Vom angeforderten Rüstwagen der Wiener Linien wurde die Oberleitung abgeschaltet und die Straßenbahngarnitur nach Unfallaufnahme durch das Verkehrsunfallkommando der Polizei zurückgezogen. Lose Teile, Bahnräumer etc. mussten mit Trennschleifern entfernt werden. Das Eingleisen des Triebwagens erfolgte durch die Kräfte der Wiener Verkehrsbetriebe.

Die Batterien des Busses wurden abgeklemmt und der Motor durch Unterbinden der Dieselzufuhr abgestellt. Nach dem Entfernen loser Teile wurde der Bus mit einem Kranfahrzeug von der Schlosshoferstrasse entfernt und in der Zufahrt zum Busterminal gesichert abgestellt; die beschädigte Straßenbahngarnitur wurde vom Rüstwagen in die Remise Floridsdorf geschleppt.

Bei dieser Intervention, welche sich über einen Zeitraum von 3,5 Stunden erstreckte, waren 24 Mann der Wiener Berufsfeuerwehr im Einsatz. Derart schreckliche Verkehrsunfälle bringen auch Profis an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastungsfähigkeit.

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