Montag 26. Juni 2017

6. April 2013

Einsätze

Wohnungsbrand drohte zu eskalieren!

Aus zur Zeit noch nicht feststellbarer Ursache war es am 19. 3. 2005 in einem Wohnobjekt in der Max-Emanuel-Straße in Währing zu einem Brand in einer Wohnung im ersten Stock gekommen.

Planübersicht, erstellt von BK Schimanek (Bereitschaftsoffizier "H")

Der Löschangriff gestaltete sich sehr schwierig, da die Wohnungstüre von innen mit einem Kasten verbarrikadiert war. Weiters wurde von Hausbewohnern angegeben, dass der Balkon an der Straßenseite des Objektes zu der Wohnung gehören würde. Dies stellte sich später als Falschinformation heraus.

Durch die enorme Brandlast in dieser sogenannten "Sammlerwohnung" kam es zu einer blitzartigen Brandausbreitung und einer für Wohnungsbrände ungewöhnlichen Brandintensität.

Nachdem der durch den Kasten versperrte Weg in die Wohnung mit einer Kettensäge freigeschnitten worden war und die verschlossenen Außenjalousien geöffnet worden waren, wurde der Brand mit insgesamt drei Rohren unter Atemschutz gelöscht.

Da im Zuge des Erstangriffes offensichtlich wurde, dass es sich bei dieser Situation um keinen "Standardwohnungsbrand" handelt, wurde vom Bereitschaftsoffizier der Feuerwache "Döbling" Alarmstufe 2 ausgelöst.

Alle Hausbewohner wurden entweder mit Fluchtfiltermasken über das Stiegenhaus oder mit der Drehleiter „Döbling“ evakuiert. Vom Rettungsdienst wurden mehrere Hausbewohner wegen Verdacht auf Rauchgasvergiftung behandelt.

In der Brandwohnung wurde in der Badewanne ein lebloser männlicher Körper vorgefunden. Der Tote wurde geborgen und an einer nicht einsehbaren Stelle im Brandobjekt zugedeckt abgelegt.

Die Entlüftung des Objektes erfolgte mit einem Hochleistungslüfter, die Ausräumarbeiten wurden wegen der notwendigen polizeilichen Ermittlungen nur in geringfügigen Umfang durchgeführt. Die restlichen Aufräumarbeiten wurden vom Bereitschaftsoffizier der Feuerwache "Hernals" koordiniert.
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