Montag 27. März 2017

6. April 2013

Einsätze

Damit es sich auszahlt: Zimmer- und Dachbrand!

Aus unbekannter Ursache war es in einer Wohnung in der Stuwerstraße zu einem Vollbrand mehrerer Zimmer gekommen. Bei Ankunft der Feuerwehr war ein massiver Flammenaustritt an drei hofseitigen Fenstern erkennbar. Dieser führte in weiterer Folge zu einem Brand der Dächer vor zwei Wohnungen. Die Flammen wurden mit einem Rohr im Außenangriff abgeschlagen und der Wohnungsbrand wurde mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht. Ein Wohnungsinhaber wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung an den Rettungsdienst übergeben und die Wohnung mehrmals nach weiteren Personen durchsucht, allerdings wurde niemand vorgefunden.

Gleichzeitig wurden die Bewohner dreier Wohnungen von mehreren Atemschutztrupps mittels Fluchtfiltermasken in Sicherheit gebracht und an den Rettungsdienst übergeben. Weiters wurden alle Wohnungen im Geschoss der Brandwohnung und darüber kontrolliert, wobei keine Gefährdung festgestellt wurde.

Mit der Drehleiter „Leopoldstadt“ wurden straßenseitig die Dachgeschosswohnungen kontrolliert. Mit zwei Rohren unter Atemschutz wurde der Dachbrand über zwei Wohnungen bekämpft. Dazu musste das Dach in einem Ausmaß von ca. 20-25 m² mittels Trennschleifer und Brechwerkzeug geöffnet werden.

Das Stiegenhaus wurde mittels Hochleistungslüfter der Drehleiter „Leopoldstadt“ unter Überdruck gesetzt, dann anschließend versucht, den Rauch durch die Rauchabzugsklappe zu gewährleisten. Da diese nicht funktionierte wurde ein Stiegenhausfenster zwischen fünften und sechsten Obergeschoss eingeschlagen. Die Lüftungsunterstützung für den Löschangriff zur Bekämpfung des Dachbrandes erfolgte mittels Ringlüfter durch Anblasen der beiden Wohnungen im Dachgeschoss. Im Zuge des Einsatzes kam es durch herabfallendes Fensterglas zu einer leichten Verletzung eines Feuerwehrmannes und zur Beschädigung zweier PKW’s.

Von den Störtrupps Wiengas und Wienstrom wurden die Brandwohnung, alle umliegenden Wohnungen und die vom Wasserschaden betroffenen Wohnungen kontrolliert und weitere Maßnahmen veranlasst. Vom Büro für Sofortmaßnahmen wurde die Beschaffung von Ersatzwohnungen in die Wege geleitet. Weiters wurde die eingeschlagene Glasscheibe im Stiegenhaus mittels ca. einem Quadratmeter Samsonfolie provisorisch verschlossen und mit insgesamt acht Meter Dachlatten gegen einen eventuellen Absturz gesichert. Sämtliche Metall- und Holzteile der geöffneten Dacheindeckung wurden im Innenhof gesichert abgelegt. Der Hof wurde anschließend wegen Verletzungsgefahr (Blechteile) gesperrt.
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