Sonntag 30. April 2017

6. April 2013

Einsätze

Entgleiste Straßenbahn

Aus unbekannter Ursache war eine Strassenbahngarnitur der Linie 26 beim Einbiegen in die Russbergstraße entgleist und in Richtung Pragerstraße geradeaus weitergefahren, hatte mehrere Ampelmasten beschädigt und kam in einer Grünfläche unmittelbar vor einem Schauraum eines KFZ-Betriebes zum Stillstand. Die Triebwagengarnitur wurde im Frontbereich massiv beschädigt, die Lenkerin im Bereich der Beine eingeklemmt, weitere vier Fahrgäste wurden verletzt.

Im Zuge des Unfalls wurde auch die Oberleitung abgerissen und mehrere Leitungen der öffentlichen Beleuchtung sowie zwei Ampelanlagen beschädigt. Die Lenkerin wurde mit hydraulischen Rettungsgeräten aus ihrer Zwangslage befreit, mittels Schaufeltrage aus dem Triebwagen gehoben und an den Rettungsdienst übergeben. Die übrigen Verletzten wurden ebenfalls vom Rettungsdienst versorgt. Nach Stromlosmachen und Erden der Oberleitung, der Ampelanlagen und der öffentlichen Beleuchtung und Aufnahme des Unfalls durch das Verkehrs-Unfallkommando wurde mit den Bergemassnamen begonnen. Lose Kabel und Oberleitungen wurden von der Fahrbahn entfernt.

Der Triebwagen wurde vom Waggon bei der Kupplung getrennt. Der Waggon wurde vom Rüstwagen der Wiener Linien in Richtung Geleise gezogen und nach mehrmaligen Heben und Einrichten der Drehgestelle eingegleist, in weiterer Folge wurde der Waggon von einem Rüstwagen in die Remise geschleppt. Zwei kleine Ampelmasten wurden mittels Trennschleifer umgelegt, die dazugehörigen Kabel wurden abisoliert. Ein größerer Ampelmast wurde mit einem Kranfahrzeug nach Trennen mittels Trennschleifer weggehoben und in der Grünfläche abgelegt. Das Abklemmen der Stromversorgung erfolgte durch Mitarbeiter der öffentliche Beleuchtung.

Beim stark beschädigten Triebwagen wurden im Front- und Heckbereich Türen und verformte Blechteile teilweise mit einem Trennschleifer entfernt. Mittels Rak-Heber wurde das hinterste Drehgestell angehoben und Eisenplatten in der Grünfläche verlegt. Anschliessend wurde der Triebwagen mit der Seilwinde des Kranfahrzeuges aus der Grünfläche wieder auf die Fahrbahn gezogen und eingebremst. Eine Reinigung der Fahrbahn und Gehsteigbereiche von Glassplittern und Blechteilen wurde über die Magistratsabteilung 48 veranlasst.

Weiters wurde eine provisorische Aufstellung von durch den Unfall beschädigter Verkehrschilder über die Magistratsabteilung 48 beauftragt. Von den Wiener Linien wurde ein Tieflader zum Abtransport des Triebwagens in die Zentralwerkstätte Simmering einer Kranfirma angefordert, von dieser wird der Triebwagen mit zwei Kranfahrzeugen verladen. Über die Zeit des Einsatzes war die Kreuzung Pragerstraße/Russbergstraße für den öffentlichen Verkehr größtenteils gesperrt, für die Strassennahnlinien wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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