Dienstag 28. März 2017

6. April 2013

Einsätze

Verkehrshindernis LKW

In den frühen Morgenstunden des 2. Juni 2011 kam es in Wien Donaustadt zu einem Verkehrsunfall zwischen einem PKW und einem Sattelzug. Der Sattelzug kam von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Zaun, kippte um und blieb vor einem Einfamilienhaus in der Breitenleerstrasse liegen. Der PKW wurde durch den Zusammenstoß auf den Grünstreifen geschleudert. Das erstankommende Löschgruppenfahrzeug führte mit dem gleichzeitig angekommenen Notarzt des Rettungshubschraubers „Christopherus 9“ eine Erkundung durch, wobei festgestellt wurde, dass der Lenker des Sattelzuges, welcher ansprechbar war, in der Fahrzeugkabine eingeschlossen aber nicht eingeklemmt war. Der Lenker des PKW konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreiten.

Nach Rücksprache mit dem Notarzt wurde vom Bergelöschfahrzeug Breitenlee mittels Handsäge des Pionierspatens die Frontscheibe des Sattelzugfahrzeugs entfernt. In weiterer Folge wurde gemeinsam mit dem Rettungsdienst der eingeschlossene Lenker unter Zuhilfenahme einer Schaufeltrage aus der Fahrzeugkabine gehoben und dem Notarzt übergeben. Zeitgleich wurde von den anderen Löschgruppen ein zweifacher Brandschutz aufgebaut und das Sattelkraftfahrzeug auf weitere Gefahren kontrolliert, wobei festgestellt wurde, dass nur geringe Mengen Betriebsmitteln ausflossen und der Sattelaufleger mit etwa 10000kg Obst und Gemüse beladen war.

Für den Abtransport der Ladung wurde ein Ersatzfahrzeug sowie ein Gabelstapler bereit gestellt. Nachdem die Unfallstelle vom Verkehrsunfallkommando freigegeben wurde, begannen die Einsatzkräfte unter Zuhilfenahme des Gabelstaplers mit dem Umgeladen. Nach dem entladen wurden Vorbereitungen getroffen um das Fahrzeug wieder aufzurichten. Das Fahrzeug lag auf der rechten Fahrzeugseite. Links vom Fahrzeug wurde nach dem Entfernen von zwei Zaunfeldern mittels Trennschleifer das Abschleppfahrzeug LKW in Stellung gebracht, beide Seilwinden wurden mit Umlenkrollen und Anschlagmitteln am Zugfahrzeug angeschlagen.

Rechts vom Fahrzeug wurde das Abschleppfahrzeug LKW positioniert und mit einem Y-Zug ein Rückhaltezug auf den Sattelaufleger und das Zugfahrzeug hergestellt. In einer gemeinsamen Aktion wurde der Sattelzug langsam wieder aufgerichtet und behutsam auf die Räder gestellt. In weiterer Folge wurde der LKW gegen Wegrollen gesichert. Danach wurde das Fahrzeug durch das die beiden Abschleppfahrzeuge LKW wieder zurück auf die Strasse gezogen. Um ein leichteres Gleiten der Räder zu erreichen wurde Netzmittel verwendet. Die ausgelaufenen Betriebsmitteln wurde mittels Absodan gebunden.

Die Entfernung des Sattelzuges übernahm die bereits anwesende Fachfirma. Beim beschädigten PKW wurde die Batterie abgeklemmt und das Fahrzeug an einer von Polizei bezeichneter Stelle gesichert abgestellt.

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