Dienstag 23. Mai 2017

6. April 2013

Einsätze

Brand in Hochhaus

In der Nacht auf 19. Oktober 2012 kam es am Handelskai in Wien Leopoldstadt zu einem Brand in einem Hochhaus. Aufgrund der Vielzahl der Anrufe wurde von der Nachrichtenzentrale "Alarmstufe 2" ausgelöst. Nach Eintreffen der ersten Löschbereitschaft "Leopoldstadt" wurde eine Erkundung durchgeführt, dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen Kellerbrand handelte. Aufgrund der starken Rauchentwicklung kam es zu einer starken Verrauchung des Stiegenhauses Die Mehrzahl der Hausbewohner befand sich an der brandabgewandten Seite auf den Balkonen und wurde durch den Bereitschaftsoffizier "Leopoldstadt" mittels Megafon beruhigt. Nach weitere Erkundung ergab diese, dass diverse Möbelstücke im Kellervorraum des Stiegenhauses brannten, aufgrund dessen war es mittlerweile zu massiver Verrauchung sämtlicher Stockwerke des Treppenhauses gekommen.

Der Brand wurde vom 1.Rüstlöschfahrzeug "Leopoldstadt" mit einem Rohr unter Atemschutz gelöscht. Zeitgleich wurde durch das Universallöschfahrzeug "Leopoldstadt" und 2. Rüstlöschfahrzeug "Leopoldstadt" begonnen, das Stiegenhaus und die Wohnungen zu kontrollieren. Das Stiegenhaus wurde mit dem Hochleistungslüfter der Drehleiter "Leopoldstadt" druckbelüftet. Nach Eintreffen der zweiten Löschbereitschaft "Zentrale" wurde die Kontrolle der Stiegenhäuser und sämtlicher Wohnungen durch diese Kräfte unterstützt. Weiters wurde das Vorgehen mit dem Einsatzleiter der Wiener Rettung abgestimmt. Es war mit keinem größeren Anfall an Verletzten mehr zu rechnen. Durch den Brand waren keine Versorgungsleitungen des Hauses in Mitleidenschaft gezogen worden, da die 3 Brandabschnittstüren zu den Kellergeschossen geschlossen waren. Bei der Kontrolle der Wohnungen durch die eingesetzten Atemschutz-Trupps wurde eine Person im 11.Obergeschoss mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung an den Rettungsdienst übergeben. Eine Wohnung im 8. Obergeschoss wurde von uns zweimal kontrolliert, da bei der erstmaligen Kontrolle die bettlägerige Person nicht öffnen konnte. Die Rauchabzugsklappe im Stiegenhaus wurde nach dem Einsatz von uns wieder rückgestellt und die Gangfenster zur Nachbelüftung geöffnet. Das Brandgut wurde im erforderlichen Ausmaß entfernt und im Innenhof abgelegt. Zum Abschluss des Einsatzes wurden sämtliche Geschoße durch den Bereitschaftsoffizier "Leopoldstadt" und den Einsatzleiter der Wiener Rettung begangen und nochmals kontrolliert. Eine Nachuntersuchung ist nicht erforderlich, da diese von der Kriminalpolizei mit Suchhunden durchgeführt wird.
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