Mittwoch 18. Oktober 2017

6. April 2013

Seminare

Lehrtaucherseminar des ÖBFV

Bereits zum zehnten Mal wurde vom 5. bis zum 11. Oktober 2008 ein Lehrtaucherseminar des ÖBFV abgehalten, bei dem diesmal auch wieder zwei Anwärter und ein Lehrtaucher der Berufsfeuerwehr Wien teilnahmen. Wie die 9 Lehrtaucherseminare zuvor wurde auch dieses vom bewährten Kader der FWZS Steiermark, allen voran BI Franz Roßmann, bis ins kleinste Detail organisiert und somit ein erfolgreicher und vor allem sicherer Lehrgangsablauf gewährleistet.

Ort des Geschehens war, wie auch in den vergangenen Jahren, das kroatische Moscenicka Draga, wo sich 13 Lehrtaucher-Anwärter aus Oberösterreich, dem Burgenland und Wien der Herausforderung stellten.

Die dortige Infrastruktur mit der Möglichkeit von Unterbringung, Tauchbasis und Lehreinheiten in einem Areal, sowie die Topografie unter Wasser mit Abstufungen des Grundes auf 25m und 40m ermöglichen einen äußerst effizienten und sicheren Seminar- und Tauchbetrieb.

Bunt gemischt waren die Bundesländer auch in der Prüfungskommission vertreten, die aus Lehrtauchern aus Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich und Wien bestand. Nicht nur Theorie- und Taucheinheiten wurden schon lange im voraus geplant, auch um die schnellstmögliche Versorgung der Feuerwehrtaucher in einem Notfall garantieren zu können, wurden detaillierte Vorbereitungen getroffen.

Angefangen von der ständigen Anwesenheit des Taucherarztes OA Dr. Heiko Renner, der Abstellung eines Rettungstrupps bei jedem Tauchgang, eines Bootes zur seeseitigen Absicherung und der Bereitstellung der mobilen Druckkammer der FWZS Steiermark, bis hin zur Erprobung der Rettungskette im Vorfeld (inkl. Hubschrauberverbringung nach Graz) wurde für die höchstmögliche Sicherheit gesorgt. Diese sehr gut organisierte Rettungskette musste aber glücklicherweise nie praktisch angewendet werden. Dass es sich bei dem Seminar aber keinesfalls um einen gemütlichen Tauchausflug gehandelt hat, wird klar wenn man sich den Tagesplan eines Ausbildungstages ansieht, der nicht selten aufgrund von Vorbereitungen für Vorträge oder ähnliches, noch weit über die angegebenen Zeiten hinaus gedauert hat und bewusst nur wenig Möglichkeit für Verschnaufpausen bot. Ein typischer Seminartag begann um 07:00 Uhr mit dem täglichen Morgensport, ging nach dem Frühstück mit Theorieeinheiten und zwei Tauchgängen pro Tag weiter und endete erst gegen 19:30 nach der Nachbesprechung der Lehrtaucher und der Videoanalysen der Tauchgänge und Übungen. Die Lehrsaalaufenthalte waren mit Einheiten über Tauchphysik, Tauchgangsplanung und –leitung, einer Vielzahl von Tauchgangsberechnungen, Vortragstechniken, Tauchmedizin und Videoanalysen der Tauchgänge ausgefüllt.

Im Praxisteil hielten neun Tauchgänge und eine Rettungs- und Erstversorgungsübung die Teilnehmer auf Trab. Darüber hinaus musste von jedem Lehrgangsteilnehmer eine theoretische Lehreinheit vorbereitet und vorgetragen werden. Frisch geprüft und auf dem neuesten Stand gebracht, haben die neuen Lehrtaucher nun das Rüstzeug mitbekommen um sich in ihren Dienststellen österreichweit in Aus- und Fortbildung von Feuerwehrtauchern einzubringen.

Für die BF Wien im Speziellen bedeutet das zwei neue Lehrtaucher, die ab sofort den Ausbildungskader der Wiener Einsatztaucher verstärken. An dieser Stelle noch einmal Dank von der Abordnung der BF Wien an das Team der FWZS Steiermark, den Schiffsführern, den Lehrtauchern und Herrn Dr. Renner für ihren Mühen und ihren Einsatz rund um Seminarerfolg und Sicherheit, und abschließend noch ein "Gut Luft" an alle österreichischen Feuerwehrtaucher. OFM Strasser Berufsfeuerwehr Wien Fotos: Strasser, Kerschbaummayr (www.foto-kerschi.at)
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