Dienstag 21. November 2017

6. April 2013

Technik

Drohnen für die Feuerwehr : Das Projekt „AirShield

Das Projekt AirShield (Airborne Remote Sensing for Hazard Inspection by Network-Enabled Lightweight Drones) ist ein, vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Forschungsprojekt. Damit soll auf dem Gebiet der zivilen Sicherheitsforschung, der Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie deren sensiblen Infrastrukturen gewährleistet werden. Das Projekt ist Teil des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" im Bereich "Integrierte Schutzsysteme für Rettungs- und Sicherheitskräfte" AirShield wird zur Aufklärung sowie Gefahrenprognose und -abwehr , mobile Drohnen mit leichtgewichtiger Sensorik einsetzen, die Sensordaten über eine Schadenlage erheben, welche den Endanwendern ( Abb. 1) „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)“ entscheidungsunterstützende Informationen in Form von visualisierten bzw. räumlichen Lagedarstellungen liefern.

Drohnenrudel bei der Datenerfassung im Krisenfall

In AirShield liegt der Fokus auf den folgenden Themen: • Weiterentwicklung einer leichtgewichtigen Drohne mit Onboard-Sensorik • Intelligente und autonome Drohnenschwarmbewegung in Abhängigkeit von Konzentrationsgradienten und Simulationsprognosen • Mobile ad-hoc Vernetzung der Einzeldrohnen sowie mit Bodeninstanzen • Vernetzung mit Geoinformations- und Entscheidungsunterstützungssystemen • Risikoanalyse, Technologieakzeptanz sowie volkswirtschaftlicher Nutzen Bei der Aufklärung, Eingrenzung und Bekämpfung von großflächigen Gefahrenlagen stellt die schnelle, zuverlässige und gefahrlose Erfassung der Situation einer potenziell kontaminierten Umgebung eine zentrale Herausforderung für die Retter dar. Für dieses Verbundprojekt werden solche Gefahrenlagen betrachtet, die durch den unkontrollierten Austritt von flüssigen bzw. gasförmigen Schadstoffen aller Art (z.B. explosive oder giftige Gase oder Flüssigkeiten, biologische, chemische oder radioaktive Kampfstoffe) hervorgerufen werden.

Drohne im Flug

Anstatt Menschen mit anfälliger Schutzkleidung, teuren Transport- und Messgeräten in den Gefahrenbereich zu bringen, basiert der neuartige Ansatz des hier skizzierten Projektes AirShield darauf, autonome, drahtlos vernetzte Drohnen mit entsprechend leichtgewichtiger, mobiler Sensorik einzusetzen bzw. Sensoren schnell und zielgenau im Einsatzgebiet zu platzieren ( Abb. 2). In einem integrierten Ansatz werden die gewonnenen Daten genutzt, um kostengünstig eine räumliche Darstellung der aktuellen Lage zu erhalten und gleichzeitig Prognosen zum zukünftigen Verlauf der Bedrohung zu erstellen. Die Prognosen können sowohl dazu dienen, die Flugrouten für weitere Erkundungsflüge zu optimieren als auch geeignete Maßnahmen der Katastrophenabwehr abzuleiten. Das System soll dabei in gleicher Weise für Bedrohungen, die durch technische Störfälle, Klima– oder Naturkatastrophen oder auch terroristische Angriffe ausgelöst werden, geeignet sein. Eine Nutzung soll sowohl durch Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) als auch durch Privatunternehmen möglich sein. AirShield ist keine Vision , sondern ein zukunftsweisendes System zur Daten – und Lageerfassung im Krisenfall. Der Retter muss selbst nicht mehr im Krisenzentrum aktiv werden, sondern „spezielle Drohnen“ erfassen und senden entscheidendes Datenmaterial zur Lagebeurteilung an das Krisenmanagement .
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