Mittwoch 29. März 2017

6. April 2013

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Wissenswertes zur Spirometrie und dem Belastungs-EKG

Wissenswertes zur Spirometrie Die Spirometrie ist ein Verfahren zur Lungenfunktionsprüfung. Dabei werden Lungenvolumina gemessen und graphisch im Spirogramm dargestellt. Zur Erfassung der Lungenvolumina wird ein Spirometer benötigt. In modernen Lungenfunktionslabors ist die Spirometrie über das "offene System" üblich. Dabei atmet der Patient durch ein Atemrohr, in dem elektronisch die Atemgeschwindigkeit und die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft bestimmt werden. Die ermittelten Werte werden oft direkt an einen Computer zur weiteren Auswertung und grafischen Darstellung übermittelt. Durch Messung der Lungenvolumina ist es dem Arzt möglich, Erkrankungen der Lunge zu diagnostizieren und in ihrem Verlauf zu kontrollieren. Dadurch können die beiden Hauptgruppen von Lungenerkrankungen unterscheiden werden: • Obstruktive Lungenerkrankungen: Sie sind von einer Behinderung der Luftströmung in den Atemwegen begleitet wie z.B. Asthma oder Bronchitis. • Restriktive Lungenerkrankungen: Dabei sind Lunge und/oder Brustkorb vermindert dehnbar. Bei der Spirometrie atmet der Patient über ein Mundstück ein bzw. aus. Das Mundstück ist, wie bereits beschrieben, mit einem Spirometer verbunden. Zur Erfassung der verschiedenen Messgrößen muss der Patient die Anweisungen des Untersuchenden bezüglich Ein- und Ausatmung genau befolgen. Sonst werden falsche Werte gemessen, die wiederum zu falschen Rückschlüssen bei der Behandlung führen können. Wissenswertes zum Belastungs-EKG Um einen genaueren Eindruck von der Belastbarkeit Ihres Herzens zu bekommen wird nach dem Ruhe-EKG ein Belastungs-EKG, auch Ergometrie genannt, durchgeführt. Gemessen und aufgezeichnet wird auch der Blutdruck unter in Stufen steigender Belastung (Belastungs-Hochdruck) und das Auftreten von Herzrhythmusstörungen. Bei Herzgesunden dient die Ergometrie als Leistungstest. Wie bei einem normalen EKG werden bei einem Belastungs-EKG Elektroden an der Brust rund um das Herz angebracht, mit denen die Herzströme aufgezeichnet und auf Papier ausgedruck werden. Sie werden auf einem speziellen Fahrrad-Ergometer auf Ihre Belastbarkeit geprüft. Ihre erbrachte Leistung wird in Watt gemessen (z.B. 25, 50, 75 oder mehr Watt). Während Sie die Leistung erbringen, wird die Herzstromkurve, der Blutdruck und der Puls kontrolliert bzw. registriert. Bevor das Belastungs-EKG beginnt, wird ein Ruhe-EKG aufgezeichnet und der Ruhe-Blutdruck gemessen. Anschließend erhöht der Arzt stufenweise die Belastung (Beginn bei 25 Watt, alle 2 Minuten Steigerung um 25 Watt) und zeichnet bei jeder Belastungsstufe etwa einmal in der Minute ein EKG auf. Der Test wird durch den Arzt oder bei Erreichen der persönlichen Belastungsgrenze abgebrochen. Atemschutztauglich ist laut Gesetz, wer zumindest 100% eines Wertes, der sich nach Alter, Körpergröße und Gewicht richtet, erbringt. Wer bei der Untersuchung die 100% nicht erreicht, wird vorzeitig (ca. 6 Monate Zeit für das Training) zu einer neuerlichen Untersuchung geladen. Nach Beendigung der Belastung wird die Messung der EKG-Ströme und des Blutdrucks noch für einige Zeit fortgesetzt, um die Erholungsphase in die Beurteilung einbeziehen zu können. Von der Begleitperson wird auf Ihr Gesamtbefinden geachtet. Deshalb werden Sie ständig beobachtet und alle Veränderungen werden dokumentiert. Nach Abbruch der Untersuchung wird Ihre Erholungsfähigkeit in der anschließenden Ruhephase beobachtet und auch aufgezeichnet (z. B. wie schnell sich Puls und Blutdruck normalisieren). Was kann der Arzt am Belastungs-EKG erkennen? • Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, auch kleinere, ältere oder gerade ablaufende Infarkte • Rhythmusstörungen, die erst unter Belastung auftreten • fehlender oder zu starker Anstieg des Blutdrucks oder des Pulses • die Wirkung von Medikamenten während der Belastung Die Fahrrad-Ergometrie erfolgt unter medizinischer Aufsicht vor Ort in der Dienstzeit!
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