Sonntag 17. Dezember 2017

6. April 2013

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Rekordjahr 2005 für die Wiener Feuerwehr!

Die Wiener Feuerwehr musste im Jahr 2005 die Rekordzahl von 34.040 Einsätzen erledigen. Das waren fast 400 Interventionen mehr als im Jahr 2004, der Personalstand hingegen blieb unverändert. Die Zuwachsraten ergeben sich hauptsächlich aus dem stark gestiegenen Verkehrsaufkommen, auch die Witterungsbedingungen beeinflussen die Einsatzziffern. Die Anzahl der Brandeinsätze ist leicht rückläufig. Der Grund dafür ist in der rigorosen Umsetzung des vorbeugenden Brandschutzes durch Feuerwehr und Fachabteilungen zu sehen.

Im Jahr 2005 waren pro 24 Stunden ca. 93 Feuerwehreinsätze notwendig. In weiterer Folge bedeutet das, dass in Wien ca. alle 15 Minuten mindestens ein Löschfahrzeug ausrückt, und das rund um die Uhr auch an Wochenenden oder Feiertagen. Von den insgesamt 34.040 Einsätzen im Jahr 2005 gliedern sich die Einsätze der Berufsfeuerwehr ca. in ein Drittel Brandeinsätze und zwei Drittel technischer Einsätze. Zu Brandeinsätzen zählen beispielsweise Zimmerbrände, Geschäftsbrände und Dachbrände oder Auslösungen von automatischen Brandmeldeanlagen, z.B. durch Mistkübelbrände. Technische Einsätze betreffen beispielsweise Verkehrsunfälle, Personen in psychischer oder physischer Zwangslage oder Leichenbergungen. Im Jahr 2005 wurde 25-mal Alarmstufe zwei oder höher ausgelöst, da bei der Einsatzdurchführung mit den Kräften einer Bereitschaft nicht das Auslangen gefunden werden konnte. Bei der Wiener Feuerwehr wird unabhängig von der Anzahl der tatsächlich eingesetzten Fahrzeuge für jede Intervention nur eine Einsatznummer vergeben. Das bedeutet ein Vielfaches an Fahrzeugbewegungen im Vergleich zu den Einsatzzahlen! Interessant erscheint auch die Verteilung der Einsätze über die Uhrzeit: Gruppen- und Zugseinsätze werden öfter unter Tags als in der Nacht abgewickelt. Das liegt daran, dass beispielsweise ein tropfender Fahrzeugtank in der Nacht seltener bemerkt wird. Ganz anders stellt sich die Sache bei Einsätzen in Löschbereitschaftsstärke dar. Bei diesen Interventionen (Zimmerbrände, Kellerbrände usw.) verteilen sich die Einsatzzahlen gleichmäßig über Tag und Nacht. Großschadensereignisse (Alarmstufe 2 und höher) ereignen sich meist in den Nachtstunden, da hier Brände oft erst spät entdeckt werden. Im Jahr 2005 wurden 48 Mitarbeiter der Wiener Berufsfeuerwehr im Einsatzdienst verletzt.
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